Rückblick 2021 und Ausblick 2022

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Jahresende. Man blickt zurück, man blickt nach vorn.

Rückblick auf 2021

Im Januar haben wir endlich richtig alte Zöpfe abgeschnitten und das lange geplante Netzupgrade durchgeführt und in dem Zuge auch die Hardwareempfehlung aktualisiert.

Im Mai haben sich Menschen aus dem Kreis Gütersloh, dem Kreis Warendorf, dem Kreis Lippe sowie dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte virtuell zusammengefunden und einen Verein gegründet, den 4830.org e. V. Ziel des als gemeinnützig anerkannten 4830.org e. V. ist der Aus- und Aufbau lokaler Freifunk-Netze, mit dem Fokus auf Bau und Betrieb offener und freier Infrastrukturen hierzu.

Im Juli vereinbarten Freifunker aus Lippe und Gütersloh mit den scheidenden Admins von Freifunk Bielefeld einen »Reboot« für Freifunk Bielefeld. Die meisten der infrastrukturellen Voraussetzungen (u. a. eigene IP-Netze für Bielefeld) sind zwi­schen­zeit­lich geschaffen, erste Tests stehen zum Jahreswechsel an.

Im September reifte der Plan einer engeren technischen Zusammenarbeit von 4830.org e. V. (nach Vereinsgründung Besitzer der FFGT-Netz-Ressourcen wie ASN und IP-Netzen) und Freifunk Lippe e. V. Dies könnte ggf. auch den Bielefeld-Reboot vereinfachen.
Außerdem gab es ein erstes Treffen zwischen Gütersloher Verwaltung und dem Vorstand des 4830.org e. V. zum Antrag der SPD im ASFS zur WLAN-Versorgung von städtischen Unterkünften.

Im November poppte der »Fall der alten Dame« wieder aus der Versenkung auf, denn die illegalen File­sharing­tä­tig­keiten un­be­kann­ter Dritter im Jahre 2015 über den In­ter­net­zu­gang einer alten Dame führten in 2021 zur Bestätigung einer Verurteilung zu Schadensersatz durch sie. Nur hat das Ganze technisch und rechtlich nichts mit Freifunk an sich zu tun, wie er z. B. seit 2014 in Gütersloh betrieben wird; Freifunk-Datenverkehr läuft hier eben nicht direkt über den lokalen Internetzugang ins Internet, sondern, ver­gleich­bar mit ISP-Hot­spots (WLAN TO GO (Telekom), WiFi­Spot (Unity­media) usw.), mit ei­ge­nen IP-Adres­sen der Freifunk-Ini­tiati­ve (seit Juli: des 4830.org e. V.). Wichtige Kleinig­keiten, die in der medialen Be­richt­er­stattung leider oft untergehen.

Der Dezember brachte dann eher viel Schatten. Die lange Geschichte um Vorlage 215/2017 nahm eine aus Freifunk-Sicht unerfreuliche Wendung. Grund genug, den Verlauf der bisherigen Aufträge der Politik an die Verwaltung, mit der Freifunk-Initiative zusammenzuarbeiten – Vorlagen 48/2015 und 215/2017 – jeweils mal zu rekapitulieren.

Ausblick auf 2022

Etwas Licht fand sich bei der Aufarbeitung von Vorlage 48/2015; im Protokoll der Sitzung des ASFS vom 09.09.2021 existiert unter TOP 7 ein Verweis auf den »entsprechenden Grundsatzbeschluss zum wei­ter­en Aus­bau kos­ten­lo­sen WLANs, siehe DS-Nr. 48/2015«. Wie gesagt, ein klitze­klei­ner Hoff­nungs­schimmer, mehr nicht.

Wir würden in 2022 gerne anfangen mit der Umsetzung von Richtfunkstrecken und davon ausgehend auch der Versorgung von Häusern und Plätzen — aber das geht nur von geeigneten Gebäuden und Bauwerken aus, die höher als die Baumkronen sind. Und da wird es in Gütersloh ohne Mitwirkung der Stadt – mit Rathaus, Theater, Stadtbibiothek usw. – eher … schwierig.

Ansonsten steht die Umsetzung des Reboots von Freifunk Bielefeld auf der Agenda, eine angesprochene engere Zu­sam­men­ar­beit mit den Kollegen in Lippe, das Thema Citizen Science mit Feinstaub- und anderen Sensoren ist auch recht spannend — und ansonsten sehen wir einfach, was denn 2022 an – auch dornigen – Chancen so bereit hält.

In diesem Sinne: Guten Rutsch und ein frohes neues Jahr ;-)

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